Vergangenen Sonnabend veranstaltete der Sächsische Kanu-Verband (SKV) auf der Mulde wieder das traditionelle Anpaddeln. Nachdem die Torgauer ihre Boote verladen hatten, machten sie sich zusammen mit Mitgliedern vom befreundeten Kanuverein aus Prettin auf den Weg nach Grimma. In der Stadt an der Mulde wurden die Fahrzeuge geparkt und weiter ging es zum Startort nach Leisnig. Dort angekommen, gab es ein großes Hallo unter den vielen bekannten Kanuten aus Sachsen und den angrenzenden Bundesländern, die sich allesamt zur kollektiven offiziellen Saisoneröffnung eingefunden hatten. SKV-Vizepräsident Hans Peter Eiche eröffnete die Kanu-Saison 2010. Zuvor wurde der Coswiger Kanu-Verein mit Wanderpokal als erfolgreichster Kanu-Wanderverein in Sachsen ausgezeichnet. Kurz darauf stiegen die rund 150 Kanuten in ihre Boote. Die Mulde hatte aufgrund der Schneeschmelze einen leicht erhöhten Wasserstand, sodass die Stromschnellen keine großen Anforderungen an die Bootsführung stellten. Die Strecke bis zur Pause am Schloss Podelwitz wurde so in kürzester Zeit absolviert.
Bei Erbsensuppe und Bockwurst aus der „Gulaschkanone“ wurden interessante Gespräche geführt und die Touren für die nächste Saison besprochen. Das Wetter war den Kanuten wohl gesonnen und so konnte die Reststrecke bis nach Grimma teilweise bei Sonnenschein absolviert werden. Nach dem Zufluss der Zwickauer Mulde bei dem Ort Sermuth wurden die Stromschnellen weniger. Als die Schiffsmühle Höfgen in Sicht kam, ließ die Strömung merklich nach, doch das Ziel Grimma war bereits in unmittelbarer Nähe. Der Blick auf die Hängebrücke und die „Gattersburg“ bildete für die Teilnehmer einen imposanten Abschluss dieser schönen Fahrt. Nach dem Ausbooten kurz vor dem Wehr, wurden die Autos vom Start geholt und die Boote wieder verladen. Kurze Zeit später ging es dann gemeinsam zurück nach Torgau.
Die Teilnehmer der Torgau-Prettiner „Kanugesellschaft“ waren sich einig: Das diesjährige Anpaddeln war wieder eine gelungene Sache.


